Face to face Interview (29.5.2004)

 Am 28.6. 2004 ist es nun soweit. DE/VISION bringen Ihren neuen Longplayer an den Start. Das Album scheint sehr erwachsen gegenüber den Vorgängern. Die Schwerpunkte liegen hier ganz klar bei elektronischen, sphärischen Klängen und bei Steffen Keth`s sehr ausdrucksvoller Stimme. Lest hierzu gern meine Rezension zu " 6 Feet underground „. Ich traf die Band ganz entspannt und bestens gelaunt zum Plauschen auf dem WGT.

S.M.: Wie geht es Euch?

Steffen: Sehr gut. Heute angekommen ganz entspannt und jetzt geben wir Interviews.

S.M. Ich muss echt sagen das neue Album ist wirklich das Beste bisher von Euch ganz ehrlich!

Steffen: Das ist ja herrlich. Wirklich? Schön :-)

S.M. Habt Ihr Euch bewusst wieder für ein so elektronisches Album entschieden? Könnte man vielleicht sagen zurück zu den Wurzeln?

Steffen: Was heißt zurück zu den Wurzeln? Ja okay, wenn man rein von der Elektronik ausgeht, ja. Bei " Devolution" zum Beispiel haben wir ja schon sehr stark mit elektronischen Elementen gearbeitet und da hat man auch wieder die Freude daran entwickelt. Man muss auch sehen, dass ich die Songs schreibe. Wenn ich dafür kein Feeling entwickeln kann, dann sollte man es lassen. Man hat halt irgendwie gemerkt, dass sich auf dem elektronischen Sektor sehr viel getan hat und wir auch unser kleines Studio etwas aufgestockt haben. Es macht einfach Spaß mit Sounds zuarbeiten, die einen inspirieren, als dass man das Gefühl hat, man tritt auf der Stelle. So war das dann auch. Im Vorfeld sagte man ups da gibt es ja neue Sachen und daraufhin haben wir uns darauf geeinigt, dass es ein elektronisches Album wird.

S.M. Auf dem Album ist ja wieder alles dabei. Vom Tanzflächenfüller bis zu den Balladen. Ich denke Eure Stärken sind die Balladen. Wie seht Ihr das?

Steffen: Ist verschieden. Es ist immer die Frage was ist der Tanzflächenfüller und was ist die Ballade. Viele sagen zum Beispiel " Aimee" ist ne Ballade. Find ich gar nicht. Ich finde es ist ein schöner Popsong zu dem man auch gut tanzen kann. Wir finden das , was auf dem Album ist einfach gut. Wir haben ja auch viele Facetten aus unserem eigenen Geschmack von elektronischer Musik und den wollten wir auch abdecken auf dem ganzen Album. Und so ein Song wie " Right on time „, der für uns eher so ein Elektroclubsong ist, gar nicht so ein typischer DE/VISION Song, aber der dann auch widerspiegelt, was wir in Clubs gerne hören. Ich gehe auch gern in so einen Elektroclub und tanze auch gern auf so eine reduzierte Art von Musik. Das wollten wir auf dem Album halt gern mal ausprobieren. Auf unsere eigene Art und Weise natürlich.

S.M. Ich glaube du hast meine nächste Frage gerade schon beantwortet..:-)

Steffen: Hab ich das? Dann stell sie mal :-)

S.M. " Right on time " ist ja gar nicht so ein typischer DE/VISION Song. War das wieder ein Experiment von Euch?

Steffen: Ja, wie einige Songs auf dem Album Experimente sind. " Take me over " ist auch ein Experiment gewesen, gerade wenn man sich den Refrain ansieht. Wo wir auch vorher nicht wussten, ob es den Leuten gefällt oder nicht. Es ist egal. Wir machen es einfach, weil wir viele Facetten elektronischer Musik gut finden und kein reines Synthiepopalbum abliefern wollten. Es ist nicht unbedingt mehr unsere Welt. Es gibt auch poppige Sachen drauf, wie I`m not dreaming of you „, was so mehr in die Synthiepoprichtung geht. Es gibt viele Elemente in der elektronischen Musik. Die wollten wir versuchen so gut es geht auf dem Album zu repräsentieren und abzudecken.

S.M. Weiterhin fällt mir auf das der Gesang auf dem Album sehr stark im Gegensatz zu früher rüberkommt. Steffen nimmst du Gesangsunterricht?

Steffen: Nö, ich sauf nur noch( lachen beide)

Nee. Ich glaube es ist ne Mischung aus allem. Wir haben stärkere Songs geschrieben wie auf "Devolution" zum Beispiel. Man hat auch gemerkt, da ist nen Ruck durch uns gegangen. Wenn ich jetzt rein von der Vocal ausgehe, dann ist es natürlich klar. Man hat in den letzten Jahren sehr viel dazu gelernt und auch viel an Selbstbewusstsein dazu bekommen und das spiegelt sich auch in allem wider, gerade wenn man den Zusammenhang mit unseren Live Konzerten sieht. Dann hat man probiert bestimmte Elemente, die ich auch live verwende, auf dem Album mehr zum Ausdruck zubringen. Obwohl man sagen muss wir hatten diesmal definitiv am wenigsten Zeit für die Vocals. Wir haben uns wirklich einen sehr engen Zeitrahmen gesteckt, daran sieht man aber wieder, dass vieles einfach schneller auf den Punkt gebracht wurde. Wir haben in 3,5 Monaten produziert und so schnell waren wir schon lange nicht mehr. Die letzte Produktion, die so lang bzw. so kurz gedauert hat, war 1996.

S.M. Ihr habt ja zu " Unputdownable" ein Video gedreht. Soll damit eine bestimmte bzw. ne neue Zielgruppe erreicht werden?

Thomas: Zielgruppe, nee. Das ist ein ganz einfacher schöner Clip, mit paar schönen Bildern, den wir da gedreht haben. Da ist jetzt auch nicht groß irgendwie ne Story dahinter. Es passt einfach gut zu dem Song , gut zu der Stimmung , zur Atmosphäre. Möglich, dass wir mit diesem Song neue Leute ansprechen können, aber ob der Videoclip uns dabei hilft? Keine Ahnung. Wir hoffen es natürlich. Was halt gut ist, wir haben auf Fall unsere Einsätze und wir können zumindest erst mal beruhigt sein, dass der Clip auch gespielt wird und vielleicht bringt es ja was. Mal schauen.

S.M. Um mal wieder zum Album zukommen. Die Lyrics sind ja auch wieder wunderschön. Sie lassen dem Hörer den gewohnten Spielraum und er kann Bilder malen. Hat sich da was geändert an der Art wie Du Texte schreibst?

Thomas: Nö, Quark. Wie immer. (lacht)

Steffen: Nur schneller diesmal. (lacht)

Thomas: Wie immer, nur schneller. (lachen beide)

Thomas: Die Texte behandeln natürlich die gleichen Themen wie immer. Also absolut politische Texte. (lacht) Spiegeln die ganze Bandbreite meiner Gefühlswelt wider. (lacht) Wie immer Liebeslieder oder eben Hasslieder. Von den Inhalten hat sich nicht viel geändert. Ich schreibe immer noch über die gleichen Sachen.

S.M. Ja, aber anders!

Thomas: Ja vielleicht anders. Was für einen Text man schreibt und wie man ihn schreibt, das hängt mit der Musik zusammen. Die Musik hat es hergegeben, solche Texte zu schreiben, wie sie es diesmal sind.

S.M. Im Moment sind ja Bands wie Oomph! Eher angesagt, deshalb hab ich mir gedacht es könnte ein wenig schwierig werden. Gerade in Bezug auf das Video und die Charts im Moment.

Steffen: Es gibt auch so Bands wie Wolfsheim, die Erfolg haben. Ich finde es gut, dass sie Erfolg haben. Ist ja auch eine andere Stilrichtung, die sie machen. Es geht ja auch nicht darum zu einem Chartbreaker zu werden. Wir probieren es einfach auch mit so nem schönen Song wie " Unputdownable“, der nach unserer Meinung sehr gut in Radiolandschaft passen würde. Ob er gespielt wird hängt von den Redakteuren ab, die wahrscheinlich wieder zu 90% sagen: Das passt nicht zu uns, das ist uns zu düster. Da hau ich mich sowieso wieder in den Dreck. So wird es wahrscheinlich kommen. Plattenfirma, Promotionfirma und wir sind der Meinung, dass " Unputdownable" am besten in die Radios passt. Wenn sie es nicht spielen wollen, haben wir Pech gehabt. Wir probieren es halt aus.

S.M. Ihr habt ja diesmal wieder dieselben Produzenten, wie bei " Devolution". Gibt es da einen speziellen Grund oder hat es einfach gepasst?

Thomas: Die sind eben sehr gut in dem was sie machen.

Steffen: Ihre Sexpraktiken sind auch gut. (lacht)

Thomas: Also die haben uns Sachen gezeigt....(lacht), da haben wir mit den Ohren geschlaggert. Nee die verstehen das und mit denen macht das Produzieren auch Spaß. Deshalb werden wir beim nächsten Mal auch wieder mit denen zusammen arbeiten.

Steffen: Wir werden eine Tradition brechen. Wenn wir nicht vorher auswandern :-)

S.M. Es gibt ja diesmal nicht nur die Tournee zum Album, sondern auch diverse Releaseparties. Worauf freut ihr euch da am Meisten?

Steffen: Auf alles. Dadurch, dass wir ab und zu als Pseudo-DJ`S unterwegs sind, haben wir die Idee geboren zu sagen: Komm lass uns ein paar Partys veranstalten, wo wir dabei sind und auch auflegen. Das soll keine super korrekte Sache werden. Einfach mit den Leuten unseren Spaß haben. Mit denen quatschen und gucken was so geht. Einfach alles locker sehen. Tournee ist sowieso klar. Das ist ja das Finale der Produktion. Dann siehst du wie viel Leute kommen zu deinen Konzerten, wie reagieren sie auf die einzelnen Songs.

Thomas: Und dann merkste wieder: Oh scheiße alles für ‘n Arsch.( lachen beide)

Steffen: Tournee ist das Highlight schlechthin, gerade mit unseren Fans finde ich es die letzte Zeit sehr gut.

S.M. Wo spielt ihr am liebsten? Festivals oder lieber auf kleinen Bühnen?

Steffen: Wir spielen auf ner kleinen Bühne auf dem Festival.

S.M. auf dem Mera nicht.

Steffen: Wenn ich von mir ausgehe. Ich bin der Meinung wir könnten gut auf ein Festival passen. Wir haben leider nicht so viel Festivalerfahrung, so dass man sagt, man kann wie die ganz Großen die absolute Show reißen. Das sind wir nicht, aber ich denke wir könnten auch gut auf größere Festivals passen. Das passiert halt nur nicht. Ich persönlich bevorzuge die eigene Tournee. Da kommen die Leute, die mit dir feiern wollen, die deine CDs, deine Songs mögen. Das ist natürlich ne andere Stimmung als auf nem Festival. Du musst dich da natürlich beweisen und es ist ne Herausforderung, wo einfach viele voreingenommene kommen und sagen: Die sind sowieso scheiße. Kennt man ja, die gibt es immer. Hat man auch schon agiert, so ist es ja nicht. Man geht ja auch irgendwann mal auf ein Festival und guckt sich Bands an, die man nicht gut findet. Passiert. Deshalb sind die eigenen Konzerte für mich persönlich besser.

S.M. Wie ist das, wenn man als Headliner fungiert? Ist da nicht ein großer Druck vorhanden?

Thomas: Klar vielleicht kommen auch ein paar, die uns nicht kennen, aber wir werden wie immer unser Bestes geben. Egal ob Headliner oder ob wir irgendwann spielen. Wir versuchen immer, das rüberzubringen, was wir fühlen, wie wir unsere Musik empfinden und das ist das Wichtigste. Da ist egal ob du jetzt Headliner bist oder Deadliner( lacht). Wir sind keine besonderen Jungs in einer besonderen Position. Hätte auch jemand anderes Headliner machen können. Wäre uns auch egal gewesen. Wir spielen hier und wollen unseren Fans das Beste zeigen. Mal gucken ob es ankommt.

S.M. Wird sich auf der im September stattfindenden Tournee was live ändern?

Thomas: Licht ist bisschen anders aber die Formation bleibt bestehen. Wir stehen immer noch zu viert auf der Bühne. Bis auf die paar nackigen Weiber, die wir jetzt noch auf der Bühne haben. (lacht)

Steffen: Ma gucken wie lange die aushalten. (lachen beide)

Es ist so, dass wir eine veränderte Lichtshow haben. Eine etwas größere wohl. Das wird es dann auch schon gewesen sein. Wir sind nicht so eine Band, die unbedingt ne Videoleinwand braucht. Kann auch jede Band machen wie sie es will. Wir wollen uns als Band präsentieren und die Musik. Bei uns passiert einfach zu viel, als das wir davon ablenken wollen.

S.M. Habt ihr schon einen Support ausgewählt?

Steffen: Nö. Wir sammeln :-). Haben aber auch schon Absagen erteilt, weil wir das einfach selber entscheiden. Deswegen, wir sind der Meinung, es passt nicht alles zu uns. Wir hatten ne Band, die klang sehr rockig, so Gothicrock mäßig, es war nicht schlecht gemacht, aber wir haben gesagt , das passt nicht zu uns. Das macht keinen Sinn.

S.M. Ihr spielt sehr oft im Osten Deutschlands. Gibt es dafür einen Grund?

Thomas: Wir haben da halt auch viele Fans ganz einfach. Natürlich müssen wir dann auch oft im Osten spielen.:-)

Steffen: Wir wohnen ja auch im Osten von Berlin:-)

Thomas: genau

Steffen: Es ist aber so, dass viele Fans aus der ehemaligen DDR uns mögen. Ist auch gar kein Problem, weil auch die Stimmung definitiv besser ist, bei den meisten Konzerten im Osten als im Westen. Ist nun mal so, das können wir auch nicht ändern. Auf der kommenden Tour hält es sich aber die Waage. Es gibt auch Städte im Westen, die musst du anfahren, weil es auch Medienstädte sind.

S.M. Gibt es eine Stadt, wo ihr am Liebsten spielt?

Steffen: Moskau war schon ein Highlight, aber das ist schon ne andere Welt, nicht zu vergleichen mit hier, weil da die Strukturen auch anders sind. Wenn da so ne Band wie wir hinfährt, die feiern dich da wie einen König. Die Fans drehen völlig durch vorm Konzert. Was in dem Moment auch geil ist, aber man muss sich natürlich dann auch bremsen. In Deutschland für mich speziell so Leipzig. Mein persönliches Highlight.

S.M. Warum ist dann Leipzig diesmal nicht dabei?

Steffen: Weil wir jetzt auf dem WGT da spielen und das Problem in Leipzig ist du findest keine geeigneten Orte. Werk2 ist die Akustik super scheiße, Haus Auensee ist definitiv im Moment für uns noch zu teuer. Halle ist auch nicht so weit, deswegen haben wir Halle genommen. Ich denke die Leute können auch ein paar Kilometer fahren. Sollen sie mal machen, wir fahren ja auch viele Kilometer.

S.M. Was schätzt ihr am Meisten an euren Fans?

Thomas: Wir haben sehr viele treue Fans, die uns irgendwie die Stange halten

Steffen: Thomas!!!(lacht)

Thomas: Wir haben schon ne echt treue Fanbasis und das ist echt ne Menge Wert.

Steffen: Die Meisten sind auch supernett. Gerade im Moment . Es gab auch ne Phase, wo die Fans auch rumgemeckert haben ohne Ende. Aber im Moment ist das alles sehr entspannt, auch im Forum bei uns (www.forum.devision-music.de) Super Kommunikation untereinander halt auch und das macht unsere Fans aus. Im Endeffekt sind sie so wie wir. Einfach entspannt, nett und gut aussehend( lachen beide)

S.M. Ich muss weg....

S.M. das Forum hast du schon angesprochen. Das ist ja sehr gut besucht. Hat dies eine bestimmte Funktion für Euch als Band?

Steffen: Es war einfach so, nachdem wir uns von der alten Page und dem Management getrennt haben, war auch die Überlegung: Wie wollen wir in Zukunft mit Fans kommunizieren. Im Gästebuch wollten wir halt auch keine Einträge mehr machen. Dann haben wir uns entschlossen doch ein Forum zu machen. Die Stimmung ist auch bei uns so, dass wir sagen : ein cooles, entspanntes Forum ist ne feine Sache. Es dient einfach auch vielleicht um Vorurteile abzubauen. Die Leute merken, wenn ich im Forum bin, dass ich auch ein stinknormaler bin. Man kommuniziert mit den Leuten und macht auch kleine Späßchen

S.M. Was sind Vor- und Nachteile am Musikerdasein?

Steffen: Vorteile: Du kommst meistens kostenlos auf Konzerte. (lachen beide) Du kannst machen was du willst, du hast deine Freiheiten, kannst arbeiten wie du willst. Freiheit ist eine Tugend für uns, die wir uns auch bewahren wollen. Es gibt natürlich auch negative Dinge.

Thomas: Die positiven überwiegen.

Steffen: Die überwiegen. Negativ ist vielleicht, dass manche Leute manche Worte ein bisschen zu extrem sehen, wenn die ein Musiker sagt. Es wird aufgebauscht zu irgendeiner Story, die im Endeffekt gar nicht so gemeint ist. Wir reden einfach auch frei nach Schnauze, dann wird manches super überinterpretiert, was ich manchmal auch arg scheiße finde. Ich will auch als Musiker, als normaler Mensch behandelt werden. Auch wenn das fast unmöglich ist, weil viele was Besonderes daran sehen. Wir versuchen dagegen so ein bisschen anzugehen. Klar, wir machen Musik, aber wir sind auch nur Menschen. So soll es auch rüberkommen.

Thomas: Nein wir sind Götter! (lacht)

S.M. Die Plattenindustrie hat sehr viel Schaden durch die Internetgeschichten genommen. Was sagt ihr dazu? Wie seht ihr das als Band?

Steffen: Durch viele Dinge. Es ist nicht nur das Internet, es sind nicht nur die Tauschbörsen. Viele Firmen haben verpennt auf diesen Zug drauf zuspringen, vielseitig halt Plattformen zu entwickeln und auch billig CDs anzubieten. Die haben halt gemeint, man kann immer höhere Preise verlangen. Das geht irgendwann nicht mehr, weil der Fan von heute weiß was ein Rohling kostet, weiß was ne Herstellung einer CD ungefähr kostet und dann ist er natürlich nicht mehr gewillt die Preise zu zahlen. Es ist auch ein Manko, dass viele Künstler einfach nicht gefördert werden, da wird zu schnell ein Hype gesetzt. Die Leute denken sich, wenn das so schnell produziert ist, kann ich das auch schnell aus dem Netz saugen. Es ist teilweise auch diese Lieblosigkeit in der Musik, die gefördert wurde. Bands werden nicht mehr so in den Vordergrund gestellt, es sind alles nur Projekte und Klone, die in Erscheinung treten. Deswegen denke ich, haben viele Leute gesagt, das ist auch furchtbar warum sollte ich dafür Geld ausgeben. Die Identifikation mit einer Band fehlt, mit Idolen.

S.M. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass ihr mal ein Duett mit einer Sängerin macht. Was denkt ihr darüber?

Steffen: Wir reden da auch oft drüber und probieren was in Deutsch. Ist nicht einfach, da ich halt auch gern hessisch Comedy mach. (lachen beide) Wir bleiben erst mal bei Englisch. Ich als Sänger fühle mich darin wohler und Thomas als Texter auch. Ist schon ein hartes Stück Arbeit unseren Ansprüchen gerecht zu werden, dass was Deutsches wiederkommt.

S.M. Du bist jetzt gerade abgeschweift. Ich hatte nach einem Duett mit einer Frau gefragt:-)

Steffen: Duett mit ner Deutschen? Michelle liegt gerade im Koma( lacht)

S.M. Generell ein Duett mit einer Sängerin

Steffen: Achso. Das driftet für mich immer ein bisschen ins kitschige ab, wenn man ein Duett macht. Ich habe kein Problem mit Projekten, dass eventuell mal ein Sänger bei uns mitsingen würde oder auch eine Sängerin aber nicht im Duett, das klingt scheiße.

S.M. So nun könnt ihr noch was zu euren Fans sagen.

Steffen: Gruß an alle., die uns unterstützt haben. Der isst hier gerade Bratkartoffeln der Arsch( lacht). Danke, dass ihr uns solange unterstützt habt und auch weiterhin unterstützt. Ich hoffe, dass ihr euch unser neues Album reinzieht und vielleicht auch kauft(Amazon 12.99 euro). Wir sehen uns hoffentlich auf Tournee. Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit uns und eventuell sehen wir uns mal im Internet im Forum..

S.M. Vielen Dank es hat mir sehr viel Spaß gemacht

Steffen und Thomas: Wir haben zu danken!

S.M. damals Susanne Müller heute Susanne Schaller